

Ich vertraue stark darauf, dass das Universum einen Plan für uns hat. Und dass wir, wenn wir „bei uns sind“, ganz deutlich spüren, ob wir gerade am richtigen Ort – auf der richtigen Timeline – unterwegs sind.
In den Tagen auf Bali hatte ich dieses Gefühl kaum. Obwohl das Hostel wunderschön war, die anderen Gäste toll und meine Tage wirklich traumhaft, fühlte es sich einfach nicht richtig an. Eher so, als würde ich einen Plan ausführen, der für eine andere Version von mir selbst gedacht war. Und irgendwie wollte mir das wohl auch mein Körper mitteilen.
Bei den ersten Schritten ausserhalb des Flugplatzes, auf dem Weg zum Auto von Alex, dem Fahrer vom Hostel, machte ich wegen einer kleinen Unebenheit im Boden einen Misstritt. Ironischerweise genau eine Sekunde nachdem ich zu Alex gesagt hatte: „I am sooo happy to be here.“ Ich fiel mitsamt meinem grossen Rucksack hin und fragte mich schon da, was das eigentlich sollte.






Die kommenden Tage nahm ich es deshalb ruhig. Viel Zeit am Pool, im hostel-eigenen Restaurant, viel lesen und nur sehr sanftes Yoga. Nach knapp einer Woche wurde es besser, und ich machte einen Ausflug nach Canggu – zu einem Sunday Festival mit Breathwork, Sound Healing, Ecstatic Dance und gemeinsamem Singen im Kreis. An diesem Tag fühlte ich mich richtig gut. Und ich war ein wenig stolz, dass ich das ganz alleine gemacht hatte. Eine frühere Version von mir hätte sich das nie getraut.
Einen Tag später, genau eine Woche nach dem ersten Misstritt, geschah es erneut. Diesmal war ich am Telefon mit einer Freundin, wollte im Hostel ein wenig spazieren und fiel wieder genau gleich hin. Nach diesem zweiten Misstritt wusste ich, dass ich meine Pläne ändern muss. Es wurde unmöglich, das Yoga Teacher Training durchzuführen, und ich musste mich entscheiden.
Die beiden Misstritte haben mir geholfen, das zu erkennen, was ich eigentlich schon wusste, mir aber nicht eingestehen wollte: dass ich nach Hause will. Es fühlte sich richtig an, den Rückflug zu buchen. Und dass das aus einer gesellschaftlichen Perspektive vielleicht als „Versagen“ aufgefasst werden könnte, war mir egal. Ich freute mich auf meine Familie, meinen Freund und darauf, die Festtage zu Hause zu verbringen.
Aus sechs Monaten wurden also vorerst zwei Wochen – und das ist genau richtig so.












